Instrumental
Klangperformance, 2005-2008
Programmierung, Hardware: Domingo Stephan
Programmierung, Performance: Melchior B. Tacet
Bei Instrumental handelt es sich um eine Performance, in deren Fokus die Wechselseitige Abhängigkeit von Bewegung und Computersystem steht. Das Verhältnis von Musiker, Musikerkörper, Instrument und Instrumentenkörper sowie deren Schnittstellen und Überlagerungen werden in den Blick genommen.
Der Performer sitzt mit einem Exoskelett ausgestattet auf einem hohen Stuhl. Dieses Skelett ist das Interface zu dem eingentlichen Klangerzeuger, welcher, befreit durch die technischen Möglichkeiten, als Software auf einem Computer existiert.
Die Trennung von Interface und Klangerzeuger ermöglicht es, die Signalabnahme wieder direkt am Körper, genauer am Körper des Musikers, vorzunehmen. Durch die Digitalisierung der Körperbewegungen wird die Spielbarkeit des Instruments auf mehrere Weisen definiert: Durch die natürlichen Bewegungsmöglichkeiten des Körpers selbst, die Konsition des Musikers, und wiederum durch das physische Interface, das Exoskelett, welches die möglichen Körperbewegungen einschränkt beziehungsweise nur in begrenztem Umfang interpretiert.
Vor dem Performer auf dem Boden befindet sich eine Projektion. Sie dient ihm als Display, damit er die Auswirkungen seiner Bewegungen nicht nur akustisch, sondern auch visuell nachvollziehen kann. Auch für das Publikum soll dieses Display sichtbar sein, das sich um das Geschehen frei bewegt.Ausschnitte aus der Performance in Bayreuth vom 15.07.2008.
Ausschnitte aus der Performance in Bayreuth vom 15.07.2008. (6:15)